Kurz erklärt
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Sie sichert Ihr Einkommen bis zum vereinbarten Endalter, zum Beispiel bis 67.
Ihre Arbeitskraft ist Ihr wichtigstes Kapital. Wer mit 30 Jahren 3.000 € netto im Monat verdient, verdient bis zur Rente weit über eine Million Euro. Dieses Einkommen trägt die Miete, die Familie und die Altersvorsorge. Fällt es weg, fehlt nicht nur heute Geld, sondern auch für später.
Eine gute BU ist kein Produkt von der Stange. Entscheidend sind die Bedingungen, die richtige Rentenhöhe und ehrlich beantwortete Gesundheitsfragen. Dabei helfen wir Ihnen, auch mit einer anonymen Risikovoranfrage, wenn Vorerkrankungen bestehen.
Persönlich beraten statt Online-Rechner:
Wir gehen die Gesundheitsfragen gemeinsam mit Ihnen durch und vergleichen Bedingungen und Beiträge bei bis zu 80 Gesellschaften.
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Die Grundlagen
Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?
Voraussetzung
Mindestens 50 % berufsunfähig
Sie können Ihren zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Einschränkung aussah, zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben. Ursache kann eine Krankheit, ein Unfall oder Kräfteverfall sein.
Dauer
Voraussichtlich sechs Monate
Ein Arzt bestätigt, dass der Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält. Gute Tarife zahlen auch rückwirkend, wenn Sie bereits sechs Monate berufsunfähig waren.
Kein Verweis
Kein Umstieg auf einen anderen Beruf
Gute Tarife verzichten auf die abstrakte Verweisung. Der Versicherer kann Sie also nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
Für Selbstständige und Geschäftsführer gilt eine Besonderheit: Der Versicherer prüft, ob Sie Ihren Betrieb zumutbar so umorganisieren können, dass Sie weiterarbeiten. Viele Tarife verzichten darauf bei kleinen Betrieben oder wenn Sie überwiegend im Büro arbeiten. Darauf achten wir besonders.
Die häufigsten Ursachen
| Ursache | Anteil, ungefähr |
|---|---|
| Psychische Erkrankungen, etwa Depression und Burn-out | ein Drittel |
| Erkrankungen von Rücken, Gelenken und Muskeln | ein Fünftel |
| Krebs | jeder sechste Fall |
| Unfälle | unter 10 % |
Gerundete Werte aus Leistungsstatistiken der Versicherungswirtschaft; die Anteile schwanken je nach Auswertung und Jahr.
Vier Mythen
Was über die BU erzählt wird – und was stimmt
Mythos 1
„Der Staat zahlt doch die Erwerbsminderungsrente.“
Die volle Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn Sie in irgendeinem Beruf weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Ihr erlernter Beruf zählt nicht, wenn Sie nach 1960 geboren sind. Und sie beträgt im Schnitt nur rund 1.000 € im Monat. Selbstständige und Gesellschafter-Geschäftsführer haben oft gar keinen Anspruch.
Mythos 2
„Ich arbeite im Büro, mir passiert nichts.“
Die häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen, danach kommen Rücken und Krebs. Das trifft Büroangestellte genauso wie Handwerker. Der Vorteil im Büro: Der Beitrag ist meist deutlich günstiger.
Mythos 3
„Die Versicherer zahlen sowieso nicht.“
Die große Mehrheit der Leistungsanträge wird anerkannt. Abgelehnt wird oft, weil Gesundheitsfragen bei Abschluss falsch oder unvollständig beantwortet wurden. Deshalb gehen wir die Fragen gründlich mit Ihnen durch und helfen auch im Leistungsfall.
Mythos 4
„Eine Unfallversicherung reicht doch.“
Weniger als jeder zehnte Fall von Berufsunfähigkeit geht auf einen Unfall zurück. Die Unfallversicherung zahlt bei Krankheit nicht. Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für die BU.
Worauf wir achten
Was eine gute BU ausmacht
Die Beiträge unterscheiden sich weniger als die Bedingungen. Diese Punkte prüfen wir bei jedem Angebot.
Rentenhöhe
Genug zum Leben
Als Faustregel sollte die BU-Rente rund 70 bis 80 % Ihres Nettoeinkommens ersetzen, denn auch Krankenversicherung und Steuern laufen weiter.
Laufzeit
Bis zur Rente
Die Versicherung sollte bis zum Rentenbeginn laufen, möglichst bis 67. Sonst entsteht eine Lücke in den letzten Berufsjahren.
Flexibel
Mitwachsen ohne neue Gesundheitsprüfung
Mit der Nachversicherungsgarantie erhöhen Sie die Rente bei Heirat, Kind, Gehaltssprung oder Gründung, ohne erneut Gesundheitsfragen zu beantworten.
Häufige Fragen
Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Wann sollte ich eine BU abschließen?
So früh wie möglich. Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger ist der Beitrag und desto einfacher die Gesundheitsprüfung. Schüler, Studenten und Auszubildende können sich oft schon besonders günstig absichern.
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Das hängt vor allem von Beruf, Alter, Gesundheit, Rentenhöhe und Laufzeit ab. Für Büroberufe ist die BU deutlich günstiger als für körperlich arbeitende Berufe. Wir rechnen Ihnen konkrete Angebote.
Ich habe Vorerkrankungen. Bekomme ich trotzdem eine BU?
Oft ja, manchmal mit einem Ausschluss oder Zuschlag. Wir stellen zuerst eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern. So erfahren Sie, zu welchen Bedingungen Sie versichert werden, ohne dass ein Antrag abgelehnt und gespeichert wird.
Ist die BU-Rente steuerpflichtig?
Bei einer privaten BU ist nur ein Teil der Rente, der sogenannte Ertragsanteil, steuerpflichtig. Wie hoch er ist, hängt von der Restlaufzeit ab. Läuft die BU über die betriebliche Altersvorsorge, gelten andere Regeln.
Was passiert, wenn ich den Beitrag eine Zeit lang nicht zahlen kann?
Viele Tarife bieten Stundungen oder eine vorübergehende Beitragsfreistellung, etwa bei Arbeitslosigkeit oder in der Elternzeit. Melden Sie sich bitte rechtzeitig bei uns, bevor Sie kündigen.
Fachlich geprüft von Rainer Epbinder
Versicherungsmakler · Stand: 10/2026
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